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Vorsicht! Diese Gefahren hat ein Facelifting ohne OP

Natalja Felsing

01. JULI 2021

Facelifting ohne OP - Das sind die großen Gefahren

Straffe, faltenfreie Haut bis ins hohe Alter zu erhalten ist ohne umfangreiche, chirurgische Eingriffe nicht möglich - denkt man zumindest. Mittlerweile haben sich die kosmetischen Prozeduren und die eingesetzte Technik weiterentwickelt, sodass nun auch ein Facelifting ganz ohne OP möglich ist. Weniger Kosten, weniger Schmerzen und eine kurze Heilungsdauer erscheinen im ersten Moment sehr verlockend. Trotzdem birgt ein Facelifting ohne OP Gefahren, die nicht unterschätzt werden sollten.

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Inhaltsverzeichnis

• Was versteht man unter einem Facelifting ohne OP?

• Für wen ist das Facelifting ohne OP geeignet?

• Welche Vorteile und Nachteile hat ein Facelifting ohne OP?

• Welche Methoden für ein Facelifting ohne OP gibt es?

• Welche Gefahren birgt ein Facelifting ohne OP?

Ein Facelifting ohne OP umfasst nicht- und minimal-invasive Eingriffe zur Straffung der Haut.


Was versteht man unter einem Facelifting ohne OP?

Mit fortschreitendem Alter nimmt die Elastizität der Haut ab. Die körpereigene Produktion von Kollagen und Elastin wird schrittweise heruntergefahren und damit auch die Regeneration der Haut. Das Ergebnis: Sie beginnt zu erschlaffen und es entstehen Falten, Schlupflider und hängende Wangen. Das ist ein natürlicher Prozess, der früher oder später bei jedem Menschen einsetzt. Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass sich nicht jeder mit seinem älteren Aussehen identifizieren kann. Das Facelifting ist an dieser Stelle eine Möglichkeit, ein jüngeres Erscheinungsbild zu erreichen ohne sich unters Messer legen zu müssen.


Unter Facelifting ohne OP werden sämtliche nicht-invasive und minimal-invasive (invasiv = eindringend, eingreifend) Eingriffe zusammengefasst, die das Gesicht straffen und optisch verjüngen. Je nach Behandlungsmethode kann ein Facelifting ohne OP Falten sichtbar reduzieren, Konturen straffen und kleinere, altersbedingte Makel im Gesicht beheben.

Ein Facelift ohne OP ist zur Vorbeugung und Behandlung von ersten Alterungszeichen geeignet.


Für wen ist das Facelifting ohne OP geeignet?

Im Schnitt beginnt die intrinsische Hautalterung bereit mit ca. Mitte 20. Ab diesem Zeitpunkt wird die Zellaktivität Jahr für Jahr heruntergefahren und so kann es sein, dass bereits mit 30 oder 35 die ersten Alterserscheinungen im Gesicht sichtbar werden.


Der Einsatz von nicht operativen Facelifting Methoden ist für all die geeignet, die bereits die ersten Anzeichen des Älterwerdens minimieren wollen. Die Methoden für ein Facelifting ohne OP wird vor allem auch von Personen bevorzugt, die aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen keine großen, operativen Eingriffe vornehmen lassen und eher subtile, natürliche Ergebnisse erzielen möchten.

In den meisten Fällen liegt das Alter von Patienten, die ein Facelifting ohne OP vornehmen lassen, zwischen 30 und 55 Jahren.

Ein Facelifting ohne OP ist meist schmerzärmer, günstiger und natürlicher.


Welche Vorteile und Nachteile hat ein Facelifting ohne OP?

Im Gegensatz zu einem umfangreichen, operativen Facelifting-Eingriff ist ein Facelifting ohne OP deutlich schonender in seinen Mitteln und Methoden. Der Dauer des Eingriffs ist deutlich kürzer und läuft grundsätzlich ohne den Einsatz einer Vollnarkose ab. Aus diesem Grund ist auch das Risiko für Komplikationen und Schmerzen deutlich geringer bzw. nicht vorhanden. Der Patient kann daher direkt nach dem Eingriff wieder entlassen werden und benötigt keine lange Heilungszeit oder Schonfrist.


Ein weiterer Vorteil liegt beim finanziellen Aspekt. Da ein Facelifting ohne OP ohne einen chirurgischen Eingriff, ohne eine Narkose und ohne anschließende stationäre Aufnahme auskommt, sind die Kosten meist deutlich geringer als bei einem klassischen Facelifting. Auch eine Mehrfach-Behandlung kann ohne große Gefahren durchgeführt werden, da keine offenen Wunden oder Narben entstehen.


Ein weiterer Faktor, der für ein Facelifting ohne OP spricht, sind die sofortigen, natürlichen Resultate. Insbesondere wenn eher unauffällige Veränderungen erzielt werden sollen, die zu einem verjüngten Erscheinungsbild beitragen, sind die nicht invasiven Methoden die bessere Alternative. Vor allem eher jüngere Frauen und Männer zwischen 30 und 40 profitieren von natürlichen Resultaten.



Ein wesentlicher Nachteil bei einem Facelifting ohne OP besteht darin, dass die erzielten Resultate nicht dauerhaft bestehen bleiben. Um langanhaltendes Ergebnis zu erreichen, müssen die Behandlungen wiederholt und beibehalten werden. Je nach Häufigkeit der Folgebehandlungen können sich die Kosten auch hier summieren.

Für Personen, die drastische Veränderungen erzielen wollen, ist ein Facelifting ohne OP ebenfalls weniger geeignet.


Welche Methoden für ein Facelifting ohne OP gibt es?

Wer sich für ein Facelifting ohne OP entscheidet, hat die Auswahl zwischen verschiedenen Behandlungsmethoden. Je nachdem welche Problemzone im Gesicht im Fokus steht, eignen sich einige Eingriffe besser als die anderen. Es können auch unterschiedliche Behandlungsansätze miteinander kombiniert werden, um die bestmöglichen Resultate zu erreichen.

Botox

Der Einsatz von Botulinumtoxin, kurz Botox, ist eine der bekanntesten Facelifting-Methoden. Dabei handelt es sich um ein Nervengift, welches direkt in die Muskeln gespritzt wird und die Reizübertragung zwischen Nervenzelle und Muskel außer Kraft setzt. Aus diesem Grund ist Botox besonders für die Vorbeugung und Behandlung von tiefen, altersbedingten Falten und Mimikfalten geeignet. Sobald das Botox wirkt, ist die Muskelkontraktion im behandelten Bereich eingeschränkt. Falten und hängende Gesichtspartien können dadurch vorgebeugt und somit ein Lifting-Effekt erreicht werden.

Um dauerhafte Resultate zu erzielen, muss das Botox regelmäßig neu injiziert werden. Wie oft ist abhängig davon, wie schnell der Körper den Stoff abbaut und die Wirkung nachlässt.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein körpereigener Stoff, der überall im menschlichen Körper vorkommt. die Besonderheit von Hyaluronsäure ist ihre Fähigkeit, Wasser zu binden. Darum wird sie in der Schönheitsindustrie als sogenannter “Filler” eingesetzt. In die Haut injiziert füllt die Hyaluronsäure die entsprechende Stelle auf und glättet sie nach außen hin. Besonders wirksam ist das bei der Behandlung von Falten und Augenringen. Der Bereich wirkt sofort wie aufgepolstert und geliftet. Auch Modellierungen der Wangen, des Kinns und Kiefers sind mit der Unterspritzung von Hyaluronsäure möglich.

Wie beim Botox auch, muss die Hyaluronsäure regelmäßig nachgespritzt werden, da sie bereits nach 3-6 Monaten vom Körper abgebaut wird.

Thermalift

Bei der Thermalift-Behandlung werden hochfrequente Radiowellen eingesetzt. Diese sorgen für eine Wärmebildung tief in der Haut mit gleichzeitiger Kühlung der Hautoberfläche. Das bewirkt ein Zusammenziehen der Kollagenfasern und damit ein sofortiges Lifting der entsprechenden Hautpartie. Zusätzlich stimuliert die Frequenztherapie die körpereigene Kollagensynthese. Auf diese Weise können erschlaffte Hautpartien langanhaltend gestrafft werden. Die Thermalift-Methode eignet sich sehr gut bei der Behandlung von hängenden Wangen und einer schlaffen Haut in der Halspartie.

Fadenlifting

Das Fadenlifting werden, wie der Name es andeutet, Fäden in die Haut integriert. Diese sind so konzipiert, dass sie sich im Gewebe verankern. Dafür wird der Faden an der gewünschten Stelle durch ein kleines Loch in die Haut eingeführt und durch ein zweites winziges Loch wieder nach außen gezogen. Der Faden besteht aus einem gewebefreundlichen Material, welches sich nach einiger Zeit auflöst.

Das Fadenlifting ist zu einem großen Trend für das Lifting der Augenpartie bzw. der Augenbrauen geworden. Aber auch im Dekolleté, bei Gesichtsfalten oder in der Kieferpartie werden die Fäden für eine sofortige Straffung der entsprechenden Bereiche genutzt.

Eigenfett

Facelifting mit Eigenfett ermöglicht den langfristigen Aufbau von Volumen und Konturen im Gesicht ohne den Einsatz von synthetischen Alternativen. Durch die Unterspritzung von Eigenfett kann zudem die Neubildung von Kollagen in den behandelten Bereichen angeregt und so ein natürlicher Lifting-Effekt erzielt werden.

Für die Behandlung von erschlafften Gesichtpartien und Falten wird zunächst Fett z.B. aus der Bauchregion entnommen, aufbereitet und anschließend in den gewünschten Bereich gespritzt. Da das Material körpereigen ist, ist das Risiko für Knubbelbildungen oder allergische Reaktionen sehr gering.

Laserbehandlungen

Um eingesunkene Gesichtskonturen, Falten und andere Unregelmäßigkeiten zu behandeln, werden Lasertechniken angewendet. Eine der neuesten Methoden stellt ein fraktionierter Laser dar. Die gebündelten Laserstrahlen dringen dabei gitterartig gestreut durch die oberste Hautschicht hindurch und hinterlässt kleinste Löcher in den tiefen Hautschichten. Die Haut wird dabei nicht verletzt. Das umliegende Gewebe produziert daraufhin neue, vitale Zellen und zugleich wird die Kollagenbildung angeregt. Dadurch können Falten und Unebenheiten ausgeglichen werden, was das Gesicht bzw. bestimmte Areale optisch liftet. 

Ein Facelifting ohne OP kann je nach Methode mit Risiken einhergehen.


Welche Gefahren birgt ein Facelifting ohne OP?

Ein Facelifting ohne OP ist grundsätzlich die risikoärmere Alternative im Vergleich zu einem Lifting mittels chirurgischer Eingriffe. Dennoch bergen die verschiedenen Behandlungsmethoden immer ein Restrisiko.


Bei einem Facelifting ohne OP mithilfe von Botox besteht die Gefahr von falsch platzierten Injektionen, die einen falschen Muskel lähmen oder den richtigen Muskel zu stark lähmen. Je nachdem welcher Gesichtsmuskel betroffen ist, kann es z.B. zu einem hängenden Augenlid kommen oder zu einer vorübergehenden, halbseitigen Lähmung beim Lachen. Rückgängig machen kann man das nicht und die einzige Möglichkeit ist es, das Nachlassen des Nervengifts abzuwarten.


Wird Hyaluronsäure verwendet, können nach der Unterspritzung Knötchen und Knubbel unter der Haut entstehen. Zudem kann das Hyaluron innerhalb des Gesicht migrieren und sich in andere Bereiche verschieben, was das Gesicht aufgedunsen erscheinen lässt. Dieses Risiko besteht vor allem bei häufigen und regelmäßigen Behandlungen mit Hyaluron. Allergische Reaktionen können bei einem Facelifting mit Hyaluron ebenfalls vorkommen.


Thermalifting und die Verwendung von Lasern zählen zu den hautschonendsten Behandlungsmöglichkeiten. Doch auch hier kann es zeitweise zu Rötungen, Juckreiz und einem Abschälen der Haut kommen. Wird eine Laserbehandlung nicht korrekt ausgeführt, besteht die Gefahr, dass sich dauerhafte Narben im Gesicht bilden. Aus diesem Grund ist die Auswahl eines Spezialisten sehr wichtig.


Bei allen Facelifting Methoden, die eine Unterspritzung oder kleine Einschnitte in die Haut erfordern (z.B. Fadenlifting), können zudem Schwellungen, Rötungen und Blutergüsse entstehen.


QUELLEN

• S. Meguro, Y. Arai, Y. Masukawa, K. Uie & I. Tokimitsu: Relationship between covalently bound ceramides and transepidermal water loss (TEWL). 2000.

• Sylvie Verdier-Sévrain, Frédéric Bonté: Skin hydration: a review on its molecular mechanisms. 2007.

• Irene Sánchez-Andrea, Nuria Rodríguez, Ricardo Amils, and José Luis Sanz: Microbial Diversity in Anaerobic Sediments at Río Tinto, a Naturally Acidic Environment with a High Heavy Metal Content. 2011.